Tipp des Monats: September 2013

Zur Malerklause

Kategorie: Gourmet


Koch aus Leidenschaft
Er hat Maler gelernt, so wie sein Vater und sein Bruder. Doch Hans Georg Lorscheider wollte immer Koch werden. Erst mit 30 hat er sich seinen Traum erfüllt, den Malerberuf an den Nagel gehängt und eine Kochlehre gemacht. Zum Glück für ihn – und für seine Gäste. Seit 1991 kocht er im eigenen Haus, steht heute allein in der Küche, den unaufgeregt freundlichen Service besorgen Frau und Sohn. Die Produkte bezieht er teils aus der Region, teils vom Luxemburger Großmarkt. Und sie sind ausgesucht gut. Im gemütlichen, mit roten Samtsesseln möblierten Restaurant (und auf der verglasten Terrasse) bietet er feine Gerichte von der kleinen Karte und ein 4-6-Gang-Menü mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir aßen vier Gänge (49 Euro), darunter eine zarte Goldbrasse auf Tomatenconfit, Jacobsmuschel auf Reisnudelrisotto im Kadaifteig, Rhabarber-Stachelbeersorbet, Jungentenbrust mit Sellerie püree und Zwergorangensoße. Für 7 Euro mehr ließ sich dieser Gang durch Kalbsbries, Kalbskopf und Froschschenkel mit Morchelrahm ersetzen – eine traumhafte Kombination. Feine Nachspeise, gute und fair kalkulierte Weinauswahl, was will der Gast mehr! GH

Öffnungszeiten:
Mi – So 18.30 – 21 Uhr
So 12 – 14 Uhr
Mo und Di Ruhetag

Preise:
Vorspeisen 9 – 27 €
Hauptspeisen 25 – 34 €
Menü 49 – 69 €

Adresse:
Im Hofecken
54413 Bescheid
Tel.: 06509 558
www.malerklause.de

Pains & Tradition

Slow Bäcker statt Backstraße

Brot ist vielleicht das älteste Lebensmittel der Menschheit. Schon vor Tausenden von Jahren mengten unsere Vorfahren Getreide und Wasser zu einem Brei zusammen. Durch das Mahlen des Getreides, Gären des Teiges
und die Erfindung des Ofens ist das Brot im heutigen Sinn entstanden. Wie es scheint, haben jedoch viele Brothersteller, die mit Backmischungen arbeiten, das traditionelle handwerkliche Wissen vergessen und Großbäckereien haben es ganz über Bord geworfen, um industriell produzieren zu können. Jean Kircher, Elsässer mit jahrhundertelanger Familientradition als Müller und Bäcker, pflegt dieses Wissen. Mehl kommt aus gutem Korn, teilweise von BioGetreide. Es gibt keine Knetmaschine, die den Gärprozess behindert, geknetet wird von Hand. Zum Einsatz kommen nur Mehl, Wasser und Hefe oder Sauerteig, keine Emulgatoren. Das Credo: Zeit lassen für den natürlichen Gärprozess! Das macht das Brot nachweislich bekömmlicher und gesünder! Es würde die Zeilenzahl des Beitrages sprengen, das genau zu beschreiben. Zudem geht Probieren über Studieren: es schmeckt einfach gut, auch am nächsten und übernächsten Tag. Übrigens: Viele Spitzenköche beziehen hier Brot und Brötchen. HG

Öffnungszeiten:
Verkauf an Endverbraucher z. B. Cactus (Luxemburg), Delhaize (Belgien),
Casino (Frankreich)

In Deutschland zu kaufen bei:
Werwie's Wild und Feinkost
Inh. Stephan Werwie e.K.
Wisporstraße 4
54295 Trier oder

Martinshof Saarbrücken
Bahnhofstraße 20/ Diskontopassage
66111 Saarbrücken

Adresse:
5, rue Bommel
L-4940 Hautcharage
Tel.: 00352 26650555
www.pains-tradition.com

button
Ihr Kommentar
Ihr Kommentar